Beziehung – Grundprinzip religiöser Bildung

Reinhold Broschki

DOI: http://dx.doi.org/10.12775/PCh.2010.026

Abstract


Religiöses Lehren und Lernen hat immer mit Bildung in einem vertieften, ganzheitlichen Verständnis zu tun: Es geht um Persönlichkeitsbildung, Identitätsbildung, Herzensbildung. Doch Bildung kann, wie die neuere Bildungsforschung belegt, nicht „von außen“ gemacht werden. Das Subjekt bildet sich selbst. Bildung ist stets Selbstbildung, freilich immer „in Beziehung“ zu anderen, zur Überlieferung, zu Welt und Wirklichkeit. So ist auch religiöse Bildung Selbstbildung in Beziehung. Ziel religiöser Bildung ist es demnach, Menschen, ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, für die vielfältigen Dimensionen ihrer Beziehungen zu sensibilisieren. Konkret heißt dies, dass in religiöser Früherziehung, im Religionsunterricht, in katechetischen Prozessen und in kirchlicher Erwachsenenbildung die Sensibilisierung für die Beziehung in allen Dimensionen eine Einheit bilden muss. Die Schwerpunkte können und müssen je nach Alter oder Setting verschieden gewählt werden. Doch niemals darf eine Dimension isoliert gesehen werden oder wegfallen. Religiöse Bildung kann nur innerhalb einer mehrdimensionalen Beziehungshermeneutik und mit Hilfe eines qualifizierten Begriffs von Beziehung erfolgen.


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