Die Anwendung der „Schutzhaft“ im besetzten Polen am Beispiel der „Intelligenzaktion“ im Regierungsbezirk Zichenau (Ciechanów)
DOI:
https://doi.org/10.12775/BPMH.2024.009Schlagworte
Polen im Zweiten Weltkrieg; deutsche Besatzung; Zichenau (Ciechanów); „Intelligenzaktion“; Verfolgung; GestapoAbstract
Im besetzten Polen nutzten die deutschen Okkupanten die sog. Schutzhaft, die darauf abzielte, potenzielle Widerstandsbewegungen zu neutralisieren. Bis Juni 1941 wurden etwa 44.000 polnische Staatsbürger verhaftet. Die Besatzer waren besonders daran interessiert, diese Präventivmaßnahme gegen Angehörige der polnischen Intelligenz einzusetzen. Mehr als die Hälfte der Festgenommenen überlebten den Krieg aufgrund der menschenunwürdigen Bedingungen in den Haftanstalten nicht.
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