DAS RÖMISCHE RECHT ALS IDEAL EINES RICHTIGEN UND GERECHTEN RECHTS

Marek Kuryłowicz

DOI: http://dx.doi.org/10.12775/CLR.2013.024

Abstract


Obgleich das römische Recht nicht mehr gilt, bleibt trotzdem die romanistische Tradition erhalten, die nicht nur als Fundament des europäischen Privatrechts und der Rechtskultur, sondern auch als ethisches und philosophisches Wissen, mit dem Recht untrennbar verbunden, behandelt wird. Die Grundlagen für die Behandlung des römischen Rechts als Symbol eines richtigen und gerechten Rechts kann man bereits bei der römischen Juristen selbst auffinden. Nach ihnen bestanden die Aufgaben der Jurisprudenz darin, in jedem konkreten Fall ständig davon zu trennen, was richtig (aequum) von dem, was unrichtig (iniquum), erlaubt (licitum) von dem unerlaubt (illicitum), sowie was gut und angemessen (bonum) ist. Die Einheit von Ethik und Recht gilt als eins der charakteristischen Merkmale der kreativen Aktivität der römischen Jurisprudenz. Diese Rolle hält ihren Wert ebenfalls heutzutage aufrecht, wenn das gesetzte Recht dominiert.  Neben historischen Grundlagen, zeichnet sich noch heutige Bedeutung des römischen Rechts in Form des „Romanismus“ (romanesimo) aus, die zeitlose Idee oder Mythe eines guten, gerechten und humanitären Rechts hieß. In dieser Form als abstraktes Ideal wurde es zum Objekt von ununterbrochenen zeitgenössischen Untersuchungen und Überlegungen.


Keywords


Römisches Recht; Jurisprudenz; ethische Werte; Tradition; europäische Rechtskultur

Full Text:

PDF (Deutsch)




Partnerzy platformy czasopism